16. Mai 2011
Lehrgang mit Carlo Fugazza (7. Dan)

Man muss nicht unbedingt des Italienischen mächtig sein, um Carlo Fugazza zu verstehen, wenn er das Wort „Forza“ in den Mund nimmt. Jeder Karateka weiß, dass man spätestens jetzt tief zu stehen und maximale Schnelligkeit und Kraft aufzubringen hat.

Das war für die 120 Teilnehmer aus BRD/Schweiz/Italien und VLBG auf dem Lehrgang in Bregenz nicht anders. Auf Einladung des TKVV und ÖTKV war Carlo Fugazza zu seiner jährlichen Stippvisite nach Vorarlberg gereist und demonstrierte dort formvollendetes und blitzschnell ausgeführtes Karate. Dafür erntet Carlo Fugazza, der von vielen nur respektvoll „Maestro“ genannt wird, erstaunte und anerkennende Blicke. Dem großen Vorbild nachzueifern, das machte vielen sichtlich Spaß. In den Einheiten für Unter- und Mittelstufe standen sämtliche Katas von Heian Shodan bis Heian Godan auf dem Programm, in der Oberstufe wurde in allen  Trainingseinheiten die Kata Basai Sho mit ihren vielfältigen Anwendungen trainiert, sowie komplexe Kumite Übungen. Das Augenmerk des Maestros lag darauf, dass wenn man schon eine Technik ausführt, dann bitte richtig. Jeder Schlag musste punktgenau sitzen, Drehungen exakt sein, Tritte mit Nachdruck erfolgen. Man merkte bald: Forza, das heißt vor allem nicht träumen sondern schnell und flexibel zu reagieren und den imaginären Gegner mit 100 Prozent zu bekämpfen anstatt sich in Zeitlupe zu bewegen. „Ich sage, wie es geht“, stellte Carlo Fugazza unmissverständlich klar.  So einfach können die Dinge manchmal sein und vielleicht war es auch für den ein oder anderen ein Ansporn, die eigenen Kata-Fähigkeiten mit Blick auf das perfekte Vorbild, welches Meister Fugazza liefert.